Kajak

Kajaks werden im deutschsprachigen Raum zu den Kanus gezählt. Auch gibt es in der deutschen Sprache keinen speziellen Ausdruck für den Fahrer, wie etwa im englischen, wo der Kajakfahrer Kayaker heißt.

Heutzutage gibt es für die verschiedensten Anforderungen Kajaks. Das Seekajak etwa ist entsprechend der besonderen Situation, dem Paddeln auf dem Meer, konstruiert und ausgerüstet. Merkmale sind Schnelligkeit und guter Geradeauslauf. Es fehlt bei diesem Sport im Gegensatz zum Flusswandern in der Regel das nahe Ufer. Die Seekajaks sind sehr lang und meistens recht schmal, um dem Wind wenig Angriffsfläche zu bieten. Oft haben sie einen besonders geformten Bug und Heck.

Ein Wildwasserkajak ist genau das Gegenteil. Es ist für Fahrten auf dem Wildwasser konstruiert. Merkmale sind Kürze und Wendigkeit. Wildwasserkajaks werden in mehrere Untergruppen unterschieden: Rodeoboot, Riverrunner (Funcruiser), Creeker, Slalomboot und Squirter. Die einzelnen Typen sind unter anderem auch für verschiedene Wildwasser-Schwierigkeitsgrade des Wildwasserpaddelns geeignet.

Die Ureinwohner Alaskas, die Inuits, bauten ihre Kajaks aus Holz und Knochen und legten das Innere des Bootes mit Tierfellen aus. Die Inuits aus Alaska bauten ihre Kajaks kurz und breit im Gegensatz zu den in Grönland lebenden Inuits, die ihre Kajaks eher lang und schmal bauten.

Die heutigen modernen Kajaks sind aus Kunststoff oder Holz angefertigt beziehungsweise aus Kautschuk oder PVC – einem amorpher thermoplastischem Kunststoff.

Aber das alles muss ein Anfänger gar nicht wissen, wenn er sich zum ersten Mal unter Anleitung eines Guides bei einem Kajakkurs in so ein wackeliges Boot setzt. Noch übt er am Badesee die erste Geradeaus-Fahrt und das Kurvenfahren. Zwischendurch kippt er immer wieder einmal um und platscht ins Wasser, aber der Guide ist gleich zur Stelle und hilft ihm, sich samt dem Boot wieder aufzurichten.

Wenn er dann bald einmal die Eskimorolle lernt, braucht er auch den Guide nicht mehr, um aus dem Wasser zu kommen und wieder obenauf zu sein. Und schon am nächsten Tag darf er erstmals auf dem Wildwasser, auf der Salza, fahren, aber erst dort, wo es noch nicht allzu wild ist. Eine traumhafte Landschaft des Naturparks Eisenwurzen umgibt ihn. Dazu das Gefühl, nun ein richtiger Kayaker zu sein! Das ist ein überwältigend schönes Erlebnis. Und sicher wird er noch einmal kommen, um sich unter den Fittichen des Guides einem Fortgeschrittenen-Kurs anzuschließen.

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